Tipps für Eltern von Schülerinnen und Schülern




Auch in Zeiten nach der Corona-Krise:
Zu Hause lernen mit Lernpostern!

Lernposter bieten einen Überblick über einen bestimmten Lernstoff und fördern so das Lernen zu Hause. Außerdem motiviert ein Lernplakat an einem häufig aufgesuchten Ort allein durch seine Präsenz, Neues zu einem Stoffgebiet zu lernen oder zu vertiefen. Unterstützt wird das Lernen durch die Einteilung der Vokabeln und anderen Inhalte in sinnvolle Kategorien. Diese Poster sind eine gute Möglichkeit, die Sprachkenntnisse oder die Mathematikkentnisse zu fördern.
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Lernposter bei Schülerinnen und Schülern die Schulleistungen signifikant verbessern.


Regelmäßiges Üben für die Schule

Regelmäßiges Üben für die Schule hilft Kindern, immer wieder anfallende Prüfungsspitzen leichter zu bewältigen, denn in diesen Spitzenzeiten reduziert sich durch regelmäßiges Mitlernen die Stoffmenge. Je höher die Klassenstufe, desto intensiver sollte auch das Üben für die Schule ausfallen, doch den meisten Kindern macht dieses zusätzliche Üben für die Schule wenig Spaß, besonders dann, wenn es nicht konkret für eine anstehende Prüfung ist, sondern "einfach nur so" auf Vorrat. Sind die notwendigen Hausübungen erst einmal erledigt, wollen Kinder und Jugendliche endlich Ruhe vor weiteren Übungen haben und ihre ohnehin knappe Freizeit genießen. Hier einige Tipps für Eltern, damit die Kinder Übenund Freizeit unter einen Hut bekommen und nicht das Lernen verweigern:

Das Kind muss üben, nicht die Eltern

In einem gemeinsamen Gespräch über das Üben für die Schule lassen sich Grundschulkinder in der Regel auch davon überzeugen, dass eine vereinbarte Übungszeit zum Lernen sinnvoll ist. Wenn sie selber den Ort und die Zeit zum Lernen mitbestimmen können, sind sie zu Beginn des ausgemachten Termins meistens motiviert und lernbereit. Vor allem wenn man es damit gut begründen kann, dass durch dieses Üben der Stress unmittelbar vor Schularbeiten reduziert wird - siehe unten.

Übungen für die Schule sind keine Hausaufgaben

Die Zeit für Hausaufgaben sollte von der zusätzlichen Zeit zum Üben für die Schule getrennt werden, d.h., es sollte verdeutlicht werden, dass Hausaufgaben Teil der täglichen Schulzeit sind, für die es je nach Schulklasse genau festgelegte Arbeitszeiten gibt. Das Üben für die Schule hingegen ist etwas Zusätzliches, sodass dafür auch eigene Termine für das Lernen notwendig sind. Das Üben für die Schule auf Wochenende, Feiertage oder Ferien zu verlegen macht Sinn, um die Lernzeiten eines Tages nicht zu sehr zu strapazieren. Ein fixer Samstagnachmittag zum Üben ermöglicht dem Kind eine gute Zeitplanung, die es auch akzeptieren kann.

Zeit zum Üben für die Schule begrenzen

Für das Üben am Wochenende sollte, auch wenn das Üben dem Kind unter Umständen sogar großen Spaß macht, ein klarer Anfangs- und Endzeitpunkt ausgemacht werden. Für Grundschulkinder sollte die Zeit auf 30 bis 45 Minuten begrenzt sein. Bei Bedarf einen zweiten Termin einplanen. Für ältere SchülerInnen sollten es höchstens 90 Minuten mit einer kleinen Pause sein, jedoch nie mehr. Die ausgemachten Einheiten zum Üben sollten pünktlich beendet werden, auch wenn nicht das ganze Pensum erledigt werden konnte, denn so kann sich das Kind auf die ausgemachten Zeiten für das Lernen verlassen.

Zusätzliche Mühe verdient Lob

Ganz gleich, wie erfolgreich das gemeinsame Lernen ausgefallen ist, für die Anstrengungen beim Üben für die Schule sollte das Kind auf jeden Fall gelobt werden, wobei es bei Grundschulkindern empfehlenswert ist, die Lernstunde mit etwas Positivem abzuschließen, damit das Kind ein Erfolgserlebnis hat.

Kontinuität zahlt sich aus

Kontinuierliches Üben für die Schule zahlt sich aus, auch wenn aktuell keine Schularbeiten oder Prüfungen bevorstehen, denn dadurch, dass das Kind daran gewöhnt ist, den laufenden Schulstoff durch Übungen immer zu wiederholen, bekommt es eine stabile Wissensbasis und automatisiert so diese Form des Lernens. Aus lernpsychologischen Gründen ist dieses permanente Mitlernen auch nachhaltiger im Hinblick auf die spätere Schulkarriere, da systematische Wiederholungen zu einer Verflachung der Vergessenskurve führen.

Abwechslungsreiche Übungsmethoden benutzen

Dabei kann man beispielsweise zum Vokabellernen ein großes Stück Papier - mindestens A3-Format, besser Flippchart-Papier oder einfach die Rückseite alter Poster - benutzten, auf das das Kind beim Üben am Boden sitzend die Vokabeln in unterschiedlichen Farben schreibt. Man kann auch Vokabeln auf kleine Klebezettel schreiben, die das Kind dann in der Wohnung verteilt und sich auf eine Lernwanderung begibt.

Wie Eltern Mathematik in den Alltag einbauen können

Eltern können auf spielerische Weise selbst bei Kleinkindern und jüngeren Schülern die Begeisterung für die Zahlenkunde fördern, indem sie den Alltag mit spielerischen Rechenaufgaben verbinden. Addieren, subtrahieren, multiplizieren oder dividieren geht auf dem Spielplatz ganz wunderbar, etwa die Anzahl der Stufen bis zum Spielplatz zählen, die Spielgeräte addieren oder die Bäume am Spielplatz multiplizieren. Der Kreativität sind bei solchen Rechenaufgaben an der frischen Luft keine Grenzen gesetzt. Auch der Einkauf eignet sich hervorragend, um nicht nur das 1×1 zu üben, denn Kinder können einzelne Preise addieren und berechnen, ob das Wochenbudget tatsächlich genügt oder sie mit dem Geld aus dem Sparschwein die gewünschten Süßigkeiten kaufen können. Eltern können kleine Experimente in den Alltag einbauen, etwa bei Backen: Wie viel Milch wird verdrängt, wenn man für den Teig 200 g Butter hineingibt? Wie viel Stauraum hat man in seinem Urlaubskoffer, wenn man die Plüschtiere mitnehmen möchte? Wie viel Monate muss ich mein Taschengeld sparen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?

Lernposter aufhängen

In jedem Fall kann auch ein Lernposter für permanente Übungen verwendet werden, wobei das Kind jeden Tag eine bestimmte Zeit - zehn Minuten oder eine Viertelstunde - sich mit einer Gruppe von Vokabeln oder Lerninhalten beschäftigt. Siehe dazu Lernen im Vorübergehen mit dem Vokabel-Poster

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Entstanden unter Verwendung von "Üben für die Schule – richtig gemacht" aus den OÖN vom Freitag, dem 21. Jänner 2011


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