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Nachhilfe Checklisten

Am Beginn jedes Nachhilfeunterrichts sollte ein Grundkurs stehen

Bei der Auswahl einer Nachhilfelehrerin oder eines Nachhilfelehrers sollte nicht nur das Lernen des jeweiligen Gegenstandes im Vordergrund stehen, sondern es sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, in dem das Lernen lernen im weitesten Sinn im Vordergrund steht. Bevor man sich also dem Einzelunterricht im Problemfach zuwendet, sollte ein mehrere Stunden umfassender Grundkurs - der auch auf mehrere Lerneinheiten verteilt und jeweils nur ein Viertel oder die Hälfte einer Lerneinheit umfassen kann - absolviert werden, indem man sich mit der Lernorganisation und den Grundlagen des richtigen Lernens beschäftigt. Themen könnten etwa sein: Welcher Lerntyp bin ich? Welches Material brauche ich wirklich? Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Wie kann ich mich selbst motivieren? Wie lerne ich mit Karteikarten? Wie liest man richtig und wie kann ich meine Lesetempo steigern? Wie gehe ich mit der Zeit um? Wie lerne ich richtig auswendig? Wie gestalte ich Mind-Maps? Wie bereite ich mich auf eine Prüfung vor? Nicht unerwähnt bleiben soll auch ein ausführliches Gespräch mit den Eltern in Bezug auf den Umfang und die Festlegung von Zielen, die mit dem Nachhilfeunterricht erreicht werden sollen.

Voraussetzungen für eine Nachhilfe


Informationen zum Nachhilfelehrer

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Warum Eltern schlechte Nachhilfelehrer sind …

Der Altersunterschied zwischen Eltern und Kind beträgt 30 Jahre und auch für die Eltern ist es 30 Jahre her, dass sie selbst die Schule besucht haben. Die Schulzeit war eine andere, es gab keine Computer, die Schulpausen verliefen meist friedlich und es war relativ selten der Fall, dass es zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Mitschülern kam. Auch damals gab es schlechte Zensuren und auch Nachhilfe, aber Unterrichtsinhalte wurden anders gelehrt und Eltern hatten scheinbar mehr Zeit selbst zu helfen, da die wirtschaftliche Situation entspannter war. Eltern fehlt in der Regel Ruhe, Zeit und Kraft sowie der nötige emotionale Abstand sich wirklich mit den Schulproblemen ihres Kindes zu beschäftigen. Hinzu kommt, dass viele Eltern den Unterrichtsstoff ihrer Kinder auch überhaupt nicht mehr verstehen. Externe Dienstleister, die Nachhilfe auf privater Basis anbieten, oder ein Institut bieten einige Vorzüge, die Eltern selbst nicht bieten können:


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Von Beratungsrektor H. Mayer ("Die Schulberatung informiert") stammt folgende Checkliste:

Nachhilfe - ja oder nein?

Nachhilfe ist kein Allheilmittel gegen schlechte Schulleistungen. Für das Versagen oder das Absinken von Schulnoten kann es vielerlei Gründe geben, und wenn diese nicht abgeklärt bzw. beseitigt werden, wird der Nachhilfeunterricht nie und nimmer sein Ziel erreichen. Schulleistung kommt nicht nur durch Intelligenz, Begabung, Kreativität und Fleiß zustande, sondern auch durch den Einfluss der familiären und schulischen Situation. Bevor man sich für Nachhilfe entscheidet, gilt es also die zumeist komplexen Ursachen für die schlechten Noten herauszufinden. Dabei können Klassen-und Fachlehrer helfen. Der Beratungslehrer kann durch geeignete Tests feststellen, ob es sich um eine zeitlich begrenzte oder eine grundlegende Leistungsschwäche handelt. Sollte der Anlass in der familiären Situation begründet sein, könnten die Familienmitglieder gemeinsam in einem ruhigen, sachlichen Gespräch das auslösende Problem herausfinden und beseitigen. Der Gedanke und die Aussicht auf einen Schulartwechsel, kann für den Schüler sehr erleichternd und motivierend wirken. Fällt das sogenannte „Problemfach“ weg, kann dies geradezu zu einer „Leistungsexplosion“ in anderen Fächern führen.

Nachhilfe ist zumeist sinnlos,

Vor allem im letzten Fall muss eine Nachhilfe angeboten werden, die sich weniger auf das Schließen von Lücken im Unterrichtsstoff bezieht als vielmehr auf die Beschäftigung mit dem psychologischen Hintergrund. In diesem Fall muss sich der Nachhilfelehrer sehr auf die Person des Schülers einfühlen können.

Nachhilfe kann sinnvoll sein,

Kurz gesagt, Nachhilfe kann bei vorübergehenden Leistungsschwierigkeiten eine gute Hilfe sein. Eigene Einsicht und Leistungsbereitschaft gehören aber zu den entscheidenden Voraussetzungen.Nachhilfe kann dem Schüler das Lernen und Wiederholen des Stoffes nicht abnehmen!

Nachhilfe soll

Der Nachhilfeschüler braucht das Gefühl, dass man sich für seine Probleme interessiert und ihm wirklich helfen möchte. Zwischen Nachhilfelehrer und -schüler muss eine gegenseitige Sympathie vorhanden sein.

Wunder treten selten ein. Nachhilfeschüler und Eltern sollten beispielsweise nach einer Note 6 die Note 5 als Leistungssteigerung anerkennen.

Die eigenen Eltern sind nicht unbedingt als Nachhilfelehrer zu empfehlen. Zwischen Eltern und Kindern besteht in der Regel eine starke gefühlsmäßige Bindung, die sich hemmend auf die Nachhilfe auswirken kann. Umgekehrt ist es sogar möglich, dass Nachhilfe ein gutes Verhältnis entscheidend stört (z.B. durch die Ungeduld der Eltern).

Mit einer fremden Person, einem Fachlehrer oder auch einem älteren Schüler, ist der Nachhilfeschüler eher zum Lernen bereit als mit den Eltern. Zudem können sich ältere Schüler häufig an ihre eigenen Verständnisprobleme erinnern und deshalb zielsicher die sogenannten “Knackpunkte“ angehen.

An Lerngruppen sollten nicht mehr als fünf Schüler teilnehmen. Nachhilfeunterricht in Lerngruppen erscheint etwa einen Monat mit einer Gruppensitzung pro Woche sinnvoll. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass die optimale Konzentrationsspanne etwa 20-30 Minuten beträgt, dürften ca. 60-90 Minuten pro Nachhilfeeinheit ausreichend sein.


Literatur & Quellen

http://nachhilfe.edublogs.org/2009/07/31/nachhilfe-checkliste/ (09-09-09)
http://nachhilfe.edublogs.org/2009/08/10/warum-eltern-schlechte-nachhilfelehrer-sind/
(09-09-09)
http://www.sbndb-regionalpoint-bogen.de/pdfs/Nachhilfe%20JB.pdf
(08-09-21)

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