Aus lernpsychologischer Sicht bietet sich in erster Linie eine spielerische Automatisierung des 1x1 über den Wortklang bzw. die Sprachmelodie an, die auch unabhängig vom aktuellen Schulunterricht eingesetzt werden kann.
Auf der Webseite Das kleine 1x1 - Die Methode findet sich eine für Eltern äußerst einfach umsetzbare Methode, um den eigenen Kindern zu helfen, das Kleine Einmaleins spielerisch zu erlernen und auch dauerhaft zu behalten.
Nach Aussage der beiden Autoren ist das Erlernen des Kleinen Einmaleins in zwei bis drei Wochen möglich - womit eine wichtige Grundlage auch für den späteren Erfolg in Mathematik gelegt wird.
In Zeiten von Podcasts und mp3-Playern ist das eine hervorragende Möglichkeit, diese auch bei Kindern schon beliebte Technologie zu nutzen.
Es wird auch eine mp3-Datei zum leichten Erlernen des kleinen 1x1 zum Download angeboten! Und das alles kostenlos!
Manche Kinder hören bei den Hausaufgaben gerne Musik oder können nur dann Vokabeln richtig lernen, wenn dabei der Mp3-Player läuft. Jede Form von Musik kann glücklich, nervös, aggressiv, ruhig, entspannt, aufgedreht oder traurig machen und hat eine recht unmittelbare Wirkung auf die Gefühlswelt. Grundsätzlich ist die Aufnahmefähigkeit des Gehirns durch gleichzeitiges Musikhören stärker als ohne Musik beansprucht, denn je mehr Informationen das Gehirn beim Lernen noch nebenbei verarbeiten muss, desto weniger kann das Gehirn Kapazitäten für die Lerninhalte selber bereitstellen. Lernen mit Musik kann aber in einigen wenigen Fällen auch dazu führen, dass bestimmte Lerninhalte besser behalten werden. Muss sich ein Kind Vokabeln einprägen oder das Einmaleins auswendig lernen, so kann es durchaus sinnvoll sein, diese Inhalte im Takt einer bestimmten Musik zu üben und zu wiederholen. Hilfreich ist der Takt bei all jenen Stoffen, die automatisiert werden sollen und auf assoziativer Verknüpfung basieren. Auch kann beim Auswendiglernen oder beim mechanischen Lösen von Aufgaben das Lernen mit Musik die Motivation aufrechterhalten und ein wenig der Langeweile vorbeugen. Allerdings kann das Verbinden der Musik mit einem Lernstoff auch bei der Wiedergabe in der Schule dann Probleme machen, wenn dort diese Musik bei der Prüfung nicht gespielt wird - siehe dazu unseren Lerntipp Wie heißt die Hauptstadt von …
Was für das Prüfen des kleinen 1x1 gilt, dass nämlich systematisches, wiederholtes Prüfen die Einprägung fördert, haben amerikanische Psychologen in einer Studie mit StudentInnen belegt: Bei StudentInnen, die kontinuierlich abgefragt wurden, war das behaltene Vokabelwissen mindestens doppelt so hoch, nämlich 80%, wie bei einer Vergleichsgruppe (35 %), die nur abgefragt wurden, bis sie die Vokabel einmal richtig wiedergeben konnten. Diese Untersuchung belegt, dass ein regelmäßiger Test des gesamten Lernstoffes wesentlich mehr Wirkung auf das langfristige Behalten hat, als das alleinige Auswendiglernen zu Hause. Selbst fleißige Schüler konnten den Vorsprung der "Lernmethode Test" nicht durch alleiniges kontinuierliches Auswendiglernen aufholen. Eltern können daher für ihre Kinder einen wöchentlich festgelegten Termin einrichten, an dem sie ihr Kind in einem 15- bis 25 minütigen Test das Vokabelpensum der vergangenen zwei Wochen komplett abfragen.
Um besonders "widerspenstige" Teile des Einmaleins zu lernen, kann man mit den Kindern gemeinsam ein Einmaleins-Memory basteln, am besten auf starkem Papier oder Karton, wobei auf die Vorderseite einer Memo-Karte eine Rechenaufgabe geschrieben wird und auf einer zweiten Karte das Ergebnis vermerkt wird - also zum Beispiel gehören die Karten 3x7 und 21 zusammen. Man kann dann das Spiel wie ein normales Memory spielen, aber auch abgeändert in der Weise, dass man bei der Lösung der Aufgabe die Karte wegnimmt und nebeneinander legt.
Literatur:
Rechenschwäche-Institut Wien Graz (o.J.). "Das muss man sich einfach merken" Einmaleins-Störungen: Einige Anregungen für Vorbeugung und Abhilfe.
WWW: http://www.rechenschwaeche.at/pra/einmaleins.htm (06-12-12)
Auch im auch im Österr. Rechenschwäche Magazin Nr.6/2002 zu finden.
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