Eltern und Internetsucht ihrer Kinder

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Computer, Internet, Handy, Facebook, Online-Spiele, die digitalen Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Viele Eltern stellen sich daher die Frage, welche möglichen Gefährdungen gibt es im Zusammenhang mit digitalen Medien, ab wann kann man von Internetsucht sprechen, aber auch, welche Möglichkeiten haben Eltern, um ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit elektronischen Medien zu bringen.

Kinder und Jugendliche wachsen heute mit digitalen Medien auf, sodass eine alters- und entwicklungsgerechte Medienauswahl zu treffen für Eltern und Erziehende zunehmend schwieriger geworden ist, zumal ihnen Kinder in dieser Hinsicht auch meist voraus sind. Experten raten, Geräte altersangemessen auswählen, d. h., ein eigenes Handy nicht vor dem 9. Lebensjahr, ein eigenes Smartphone und eigener Computer nicht vor dem 12. Lebensjahr. Allerdings sollte man sich als Eltern vor der Illusion hüten, dass Kinder dem Druck der Gleichaltrigen gelassen gegenüberstehen können. Besser als strikte Verbote sind daher klare Regeln und vor allem, das Gespräch mit den Kindern bzw. auch das echte Interesse an den Medienaktivitäten der Kinder. Für jüngere Kinder können manchmal Kindersicherungen hilfreich sein, auch wenn Kinder heute leicht einen Weg finden, diese zu umgehen. In diesem Fall gilt, dass ein rechtzeitig aufgebautes Vertrauensverhältnis am besten ist. Dennoch einige von Experten empfohlene Faustregeln: 3- bis 6-Jährige sollten nicht länger als 30 Minuten täglich Medien konsumieren, 6- bis 10-Jährige nicht mehr als 45 Minuten und 10- bis 13-Jährige nicht länger als 60 Minuten täglich.

Wichtig für Eltern ist daher, das Internet bzw. die neuen Medien nicht generell zu verteufeln, sondern das vor allem das Internet altersgemäß mit seinen Kindern schon früh gemeinsam zu entdecken und diese zu begleiten, wobei man vor allem bei jüngeren Kindern (Grundschule, Volksschule) klare Regeln festlegen und es auch immer Tage geben sollte, an denen der Computer nicht genützt wird. Allerdings ist für viele der Computer ein unverzichtbares Werkzeug für das Lernen und die Hausaufgaben geworden, sodass diese Regel wohl bei älteren Kindern nicht mehr eingehalten werden kann. Wichtig ist bei solchten Regel natürlich, ausreichend andere Freizeitangebote zur Verfügung zu haben. Eltern sollten sich generell dafür interessieren, was das Kind am Computer und im Internet macht, sich lassen zeigen, was dem Kind gefällt und versuchen zu verstehen, was ein Kind daran begeistert, denn ein Kind, das sich verstanden fühlt, wird eher bereit sein, sich an getroffene Vereinbarungen zu halten bzw. eine Reglementierung zu verstehen. Wichtig ist auch die Hilfe bei negativen Erfahrungen, denn wenn Kinder oder Jugendliche mit verstörenden Bildern oder Erlebnissen wie Mobbing, Pornographie oder Gewalt im Internet konfrontiert werden, brauchen sie jemanden, der für sie da ist.

Eltern können eine Internet-Abhängigkeit ihrer Kinder an folgenden Merkmalen erkennen:

Häufig findet man bei internetsüchtigen Kindern Brüche in ihrer Biografie, wie eine Trennung der Eltern, Mobbing in der Schule oder ein schlechtes Zeugnis.

Wichtig ist es den Kindern auch zu vermitteln, dass Datenschutz wichtig ist, d. h., dass es vorsichtig beim Weitergeben von persönlichen Daten sein soll, keine peinlichen Fotos veröffentlichen und keine Fotos von anderen ungefragt verschicken oder ins Netz stellen soll. Über Handy-Anbieter kann mannicht-jugendfreie Seiten und kostenpflichtige Mehrwertnummern sperren lassen, damit die Kinder nicht unbeabsichtigt in Kostenfallen tappen. Eltern sollten ihren Kindern auch die Umgangsregeln, denn für das Internet und die virtuelle Kommunikation gilt dasselbe wie in der direkten Begegnung: respektvoll miteinander umgehen, niemanden verleumden, beleidigen oder beschämen.

Eltern können folgenden Test machen: Ist mein Kind internetsüchtig?

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Literatur & Quellen

http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/SUCHT/InternetsuchtTest.shtml (12-11-21)

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/Internetsucht.shtml  (12-11-21)

http://www.praevention.at/familie/elterntipps-zu-handy-computer-internet.html (16-12-12)

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